Begleitzentrum
Das Bildungs- und Begleitzentrum für Menschen im Autismusspektrum (AS) und deren Angehörigen.

was ist Autismus?
Eine angeborene Entwicklungsdiversität
Betroffene Menschen haben eine andere
Wahrnehmung der Welt, oft Schwierigkeiten in der Kommunikation, können Mimik und Gestik wenig oder gar nicht deuten und es ist eine grosse Herausforderung Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Der Umgang mit Veränderungen und unerwartete Ereignisse kann ihnen Mühe bereiten und oft besteht eine Unter- oder Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen, Licht, Gerüche und/oder Berührungen. Viele Betroffene zeigen stereotypisches Verhalten.

Angebot Begleitzentrum
Unser Angebot richtet sich an Menschen im Autismus-Spektrum, an Angehörige und Bezugspersonen sowie an alle, die sich fundiert über Autismus informieren möchten.

Job-Coaching für Jugendliche und Erwachsene im Autismus-Spektrum




Herausforderungen
und Unterstützung
Der folgende Abschnitt gibt einen Einblick in häufige Merkmale von Autismus und zeigt, wie wir Menschen im Autismus-Spektrum respektvoll und unterstützend begegnen können.

Andere Wahrnehmung der Welt
Informationen müssen erst in Einzelteile aufgespalten werden, dadurch brauchen sie oft mehr Zeit um diese zu erfassen und darauf zu reagieren.
Ungewöhnliche Denkweise und Problemlösestrategien.
Der Alltag und soziale Umgang, ist dadurch sehr anstrengend und oft frustrierend.
Wie können wir unterstützen?
Versuchen sich in seine/ihre Welt hinein zu versetzten.
Geduld und Verständnis zeigen.
Genug Zeit geben um Fragen zu beantworten oder Wünsche und Bedürfnisse auszusprechen.
Bei Überforderung einen Moment zum Rückzug bieten.

Schwierigkeiten in der Kommunikation
Kommunikative Fähigkeiten variieren im Autismus-Spektrum stark von nonverbal, über einen sehr eingeschränkten Wortschatz, bis hin zu sehr redegewandt.
Oft Schwierigkeiten, die Sprache zur Kommunikation korrekt einzusetzen, teilweise auch nur Situationsbedingt.
Schwierigkeiten Augenkontakt zu halten.
Wie können wir unterstützen?
Aufmerksamkeit schenken.
Verständlich, in einfachen und vor allem präzisen Sätzen sprechen.
Genug Zeit geben um sich mitzuteilen oder um Fragen zu beantworten.
Den Blickkontakt nicht erzwingen, dass Zuhören auch ohne Augenkontakt funktioniert.
Wenn möglich auch andere Kommunikationsformen nutzen z.B. schriftlich und Piktogramme, denn Visualisierung bietet Entlastung.
Augenkontakt nur kurz halten.

Mimik und Gestik zeigen/lesen
Schwierigkeiten Gefühle, Mimik und Gestik zu erkennen und zu zeigen.
Oft sieht man Betroffenen ihre Gefühle nicht an, da der Gesichtsausdruck neutral.
93% der Kommunikation zwischen Menschen, findet nonverbal statt.
Wie können wir unterstützen?
Verständnis entwickeln, dass Menschen mit AS ein wichtiges Stück in der Kommunikation, fehlt.
Erkennen, dass Betroffene Gefühle haben, auch wenn sie diese nicht (immer) zeigen können.
Immer ganz genau und verständlich erklären, wie man etwas meint, oder was die AS betroffene Person genau machen soll.

Veränderungen
Veränderungen im Umfeld, in Handlungsabläufen oder in der persönlichen Umgebung, wie z.B. ein neuer Arbeitsplatz oder das Umstellen von Möbeln.
Neue Schul- oder Arbeitskollegen*innen. Neue (Arbeits-) Kleidung.
Unerwartete Ereignisse.
Überraschungen.
Wie können wir unterstützen?
Daran denken, Veränderungen können betroffene Menschen stark erregen.
Gute Strukturierung des Alltags und der Freizeit hilft sehr.
Frühzeitige Orientierung über Veränderungen, Anlässe etc.
Klare Ankündigung, was Betroffene erwartet.
Wer kommt wann ... oder wie lange etwas dauert.

Über- oder Unterempfindlichkeit
Über- oder Unterempfindlichkeit auf sensorische Eindrücke.
Gegenüber Licht, Lautstärke, Gerüche, Gewürze oder Konsistenz von Lebensmitteln.
Kaum vorhandenes oder extrem starkes Schmerzempfinden.
Viele Betroffene mögen keinen oder nur eingeschränkten Körperkontakt.
Gefahr von Reizüberflutung.
Wie können wir unterstützen?
Die Umgebung möglichst reizarm gestalten.
Toleranz gegenüber Hilfsmittel, wie z.B. Sonnenbrille und Handschuhe.
Bei Lärmempfindlichkeit, das Tragen von Gehörschutz oder Noise cancelling Kopfhörern ermöglichen.
Musikhören mit Kopfhörer kann helfen sich zu fokussieren.
Körperkontakt dem Bedürfnis anpassen, z.B. Händeschütteln ja/nein, nicht von hinten unangekündigt anfassen.

Stereotypisches Verhalten
Ausführen von bestimmten Handlungen, Bewegungen, Ritualen oder Gewohnheiten wie z.B. aufreihen von Gegenständen.
Hin- und Herschaukeln mit dem Körper, Flattern oder Verdrehen der Hände.
Es kann vorkommen, wenn man diese Handlungen unterbricht oder verhindert, dass es einen Schreianfall oder eine Panikattacke auslösen kann.
Wie können wir unterstützen?
Verständnis , dass dieses Verhalten bei Reizüberflutung, zur Beruhigung und Selbst- und Reizregulation dient.
Geeignetes Stimming(material) finden.
Kognitive Leistungen, wie das Aufsagen von Reimen, Kopfrechnen, einfaches monotones Rückwärtszählen können
Alternativen bieten.
Wenn nötig und möglich einen Situationswechsel veranlassen.
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